Die Agentur für Aufklärung und Demokratie (AfAuD) agiert an der Schnittstelle zwischen Zivilgesellschaft und Wissenschaft. Wir verbinden Protestfotograf:innen und -beobachter:innen mit Wissenschaftler:innen in und um Sachsen, um das Demonstrationsgeschehen fundiert zu dokumentieren und einzuordnen. Aktuell handelt es sich bei der AfAuD um einen Verein in Gründung. Die Eintragung in das Vereinsregister erfolgt voraussichtlich im Januar 2026.
Unsere Arbeitsschwerpunkte und Ziele umfassen:
- Schutz und Vernetzung: Die journalistische und wissenschaftliche Begleitung von Protesten ist essenziell für demokratische Öffentlichkeit. Da Dokumentierende jedoch zunehmend ins Visier rechtsextremer Akteure geraten, schafft die AfAuD Räume für den fachlichen Austausch und das „Skillsharing“ unter Betroffenen. Wir stärken damit die Resilienz der Zivilgesellschaft vor Ort.
- Wissenschaftliche Einordnung: Bei Protestbeobachtungen entstehen umfangreiche Datenmengen (Fotos, Gedächtnisprotokolle, Materialien). Oft fehlen Ressourcen für eine systematische Auswertung. Die Wissenschaftler:innen unseres Vereins unterstützen dabei, dieses Material zu sortieren, methodisch auszuwerten und für die Öffentlichkeit nutzbar zu machen.
- Bildung und Transfer: Wir machen die gewonnenen Erkenntnisse durch Bildungs- und Diskussionsveranstaltungen zugänglich. Dabei liegt unser Fokus nicht nur auf der Analyse rechtsextremer Bedrohungen, sondern explizit auf der Sichtbarmachung demokratischen Engagements. Ein besonderer regionaler Schwerpunkt liegt hierbei auf den CSDs (Christopher Street Days) im ländlichen Raum Sachsens.